19. Dezember 2018

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

Mandeln

Die Erntemenge dürfte bei ca. 2.30 – 2.35 Mio lbs liegen und die Auslastung ist bis und mit Januar 2019 gross. 

Die Produzenten sind mehr oder weniger ausgebucht. Die Verschiffungszahlen sind mit Vorsicht zu geniessen, was Zahlen für Länder wie China und Indien betrifft. Vor allem bei China weiss man, dass die Mandeln trotz Handelsstreit, wahrscheinlich mit Umwegen über Drittländer, den Weg dahin finden. So sind z.B. die Anfragen von Händlern aus Vietnam, welche zur Grenze nach China domiziliert sind, signifikant gestiegen.
Aufgrund der sehr kurzen Deckungen der weltweiten Industrie wird die Nachfrage nach sehr prompten Verschiffungen hoch bleiben. Der Markt bleibt weiterhin fest. Für 2. Hälfte 2019 sieht man eher eine Möglichkeit auf Entspannung der Preise. Der Grund liegt darin, dass dann der Fokus wieder auf der Blüte für die neue Ernte liegt. Das heisst, der Druck auf den Lagerabbau der Ernte 18 könnte zunehmen, bevor die neue Ernte eintrifft. Sollten die Bedingungen mitspielen, kann auch 2019 wieder mit einer Rekordernte gerechnet werden. Kurzfristig werden die Preise aber steigen.

Haselnusskerne  

Momentan ist es auf dem türkischen Haselnussmarkt eher ruhig. Grund dafür ist, dass durch das Eingreifen der TMO, welche Haselnusskerne deutlich über dem Marktpreis einkaufte, die Rohwaren im Ursprung um ca.15 % fester wurden. Kurzfristig wird keine Preiskorrektur erwartet. Zugelegt hat auch die Landeswährung. Sie kostet wieder mehr.

Dies, nachdem die türkische Regierung aus Angst vor einer hohen Verschuldung und dem Streit mit Amerika die türkische Lira herabgesetzt hat. Nach wie vor gibt aber die wirtschaftliche und finanzielle Situation in der Türkei den Takt an. Viele Produzenten und Exporteure offerieren maximum bis Q2 2019. Längere Termine bergen zu viele Unsicherheitsfaktoren. Wir sehen kurz- bis mittelfristig keine Entspannung und erwarten steigende Preise.

Zucker

Nachdem gegen Ende des vergangenen Jahres die Weisszuckerpreise an der Londoner Börse deutlich fester wurden, kamen diese im September 2018 etwas zurück.  In vielen Ländern, wie z.B. Brasilien, wird Ethanol aus Zucker hergestellt und dem Benzin beigemischt. Sinkt der Ölpreis, fliesst der Zucker wieder vermehrt in die Lebensmittelindustrie. Weltweit gab es gute Zuckerernten, in Europa hingegen fiel die letzte Ernte weit unterdurchschnittlich aus, so dass die Lager per Ende September 2019 ziemlich leer sein werden. 
In der Schweiz hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 30. November 2018 angesichts der tiefen Zuckerpreise eine vorübergehende Erhöhung der Zuckerstützung beschlossen. Der Mindestgrenzschutz für Zucker wurde auf sieben Franken pro 100 Kilogramm festgelegt. Der Einzelkulturbeitrag für Zuckerrüben steigt um 300 Franken auf 2'100 Franken pro Hektare. Die Verordnungsänderungen treten auf Anfang 2019 in Kraft. Daher müssen für neue Ernte 2019/2020 höhere Preise bezahlt werden.

Sultaninen

Aus der Türkei wir gemeldet, dass immer mehr Ablader wirtschaftliche Probleme kriegen. Es fehlt die Liquidität, um Rohware prompt zu kaufen, denn die Türkische Lira hat innerhalb weniger Monate eine Aufwertung von 30 % gehabt. Der Rohstoff verteuert sich also weiter. 

Flüssig Eier, Schweiz

Die Nachfrage nach Schweizer Eiprodukten ist zunehmend und erweist sich als nachhaltig. Laufend wird die Eierproduktion ausgebaut, doch die Verfügbarkeit an Schweizer Eiern ist und bleibt knapp. Zudem sind im Jahr 2018 die Futterpreise erneut angestiegen, wovon die Eierpreise im Wesentlichen abhängig sind. Im Speziellen steigen die Preise für Eigelb, da im Verhältnis mehr Eigelb nachgefragt wird gegenüber Eiweiss (ein Ei ergibt 1 Teil Eigelb und 2 Teile Eiweiss). Das Eiweiss muss deklassiert oder abgeschrieben werden, was mit dem Eigelbpreis ausgeglichen werden muss. Erste Preisaufschläge sind per März 2019 angekündigt.