27. März 2020

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

Mandeln 

Kalifornien hat im Februar 8% mehr Mandeln verladen als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus Ernte 2019 liegen nun total 5% über dem Vorjahr. Kalifornien beweist erneut, dass sie in der Lage sind, alle produzierten Mandeln zu verkaufen. Die aktuellen Wachstumsbedingungen für die neue Ernte sind sehr gut. Die aktuelle Ausgangslage sieht gut aus und die Preise für Mandeln sind so tief wie schon lange nicht mehr. Viel Raum nach unten besteht aber nicht mehr, während das Potential nach oben angesichts der ungebrochenen Nachfrage nachdenklich stimmen sollte. Besorgt beobachten alle den weiteren Verlauf vom Coronavirus, der rigoros den Welthandel zum Stocken bringt. Container werden nicht verladen, was zu Verspätungen und Warenverfügbarkeits-Engpässen führt.

Haselnusskerne

Auch in der Türkei gelten verschärfte Massnahmen. Freizeiteinrichtungen, Bars, Theater, Restaurants und Einkaufszentren sind geschlossen. Der Warenverkehr innerhalb der Türkei läuft im Moment noch normal. Allgemein ist aber auf Grund von Grenzschliessungen und Einreiseverzögerungen ein geregelter Warenaustausch im Bereich der Lebensmittellogistik nur erschwert möglich. An diversen Grenzen wird auf eine Quarantäne von 14 Tagen für LKW-Fahrer bestanden. Zudem führen die intensiveren Grenzkontrollen und ein erhöhter Frachtverkehr ebenfalls zu Verzögerungen

Baumnusskerne

Man kann nicht abschätzen, wie sich die globalen Preise als Reaktion auf das Coronavirus entwickeln werden. China wird in den kommenden Monaten wahrscheinlich weniger exportieren, was sich auf die Preise in Europa auswirken könnte.

Speiseöle

In den letzten Tagen und Wochen hat sich die Situation noch weiter verschärft. Nun hat das Coronavirus auch Europa grossflächig erreicht, so dass auch diese Länder inzwischen zum Handeln gezwungen wurden. Viele Veranstaltungen wurden untersagt, der Tourismus und das Gastrogeschäft sehr stark eingeschränkt. Diese Massnahmen haben die Verunsicherung massiv gesteigert, so dass die Aktienbörsen regelrecht eingebrochen sind. Hinzu kommt der Erdölschock mit dem über Nacht extremen Preissturz. Und viele Anleger haben mit den Schweizer Franken einen sicheren Hafen gesucht und dadurch unsere Währung stark aufgewertet. Diese Situation hat die Importpreise für die Schweiz begünstigt. Der Markt wird momentan ausschliesslich von diesen externen Faktoren dominiert. Die fundamentalen Daten werden überhaupt nicht berücksichtigt. Der Pflanzenölmarkt müsste eigentlich höhere Preise zeigen, denn sowohl beim Palm- als auch beim Raps-Öl und sogar bei Soja sind die Aussichten nicht positiv. Auch gibt es erste Anzeichen, dass China wieder vermehrt Rohstoffe importieren könnte.Der weitere Preistrend wird aber weiterhin sehr stark von den erwähnten externen Faktoren abhängen. Solange die Verunsicherung der Wirtschaft vorhanden ist, sich die Nachfrage sogar noch weiter reduzieren sollte und sich auch keine Einigung im Erdölstreit abzeichnet, dürften die Preise eher tief bleiben. Sobald sich aber die Lage «beruhigt» und die wirklichen Marktdaten abgebildet werden, dürften die Preise wieder steigen.

Preistendenzen 04/20