26. Februar 2019

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

 

Mandeln

Kaliforniens Mandelhändler verschifften im Januar Rekordmengen. Wir haben in den letzten Monaten einen weitgehend stabilen Markt gesehen. Falls Käufer darauf warteten, dass dieser Bericht eine Preis-erleichterung für die aktuelle Ernte 2018 bietet, so werden diese enttäuscht, denn die Ernte ist deutlich unter den Erwartungen. Der Ramadan-Kauf wird im Mittleren Osten und in muslimischen Ländern noch ein oder zwei Monate andauern. Wir erwarten somit eine weiterhin starke Preisgestaltung für die aktuelle Ernte.

Die Blütezeit beginnt im Süden von Kalifornien mit einem ordentlichen Fortschritt. Das Winterwetter war mit viel Kälte und reichlich Schnee günstig. Der Start in die neue Saison ist also vorerst geglückt.

Haselnusskerne  

Im türkischen Haselnussmarkt zeichnet sich ein uneinheitliches Preisbild ab. Die Angebote können merklich voneinander abweichen. Mit dem Voranschreiten der Saison und den stabilen Exportergebnissen musste sich auch der Markführer den aktuellen Marktpreisen anpassen. Nur so konnte er die offenen Positionen bis zur neuen Ernte eindecken. Es ist davon auszugehen, dass die Preise bis zur Blütenzählung festbleiben. Die Angst vor Frostschäden steigt.


Zucker

Weltweit war die vergangene Zeit geprägt von rückläufigen Zuckerpreisen. Höhere Preise für fossile Treibstoffe begünstigten die Herstellung von Ethanol. Die ungenügenden Erlöse der Zuckerindustrie führten dazu, dass nicht mehr in Anlagen investiert wird. Der globale Konsum nimmt aber schneller zu als die aktuelle Produktionskapazität. In der Schweiz verlief die Zuckerherstellung erntebedingt enttäuschend. Für den Anbau 2019 hat der Bundesratsentscheid zur Erhöhung der Grenzabgaben auf Fr.7.00 je 100 kg nur bedingt Einfluss. Die Landwirte haben die Fruchtfolgeplanung bereits im letzten Spätsommer abgeschlossen, so dass die Flächenmeldungen für Anbau 2019 erneut rückläufig sein werden. Die Preise werde auf die neue Ernte hin stark steigen.

Sultaninen

Die Nachfrage nach türkischen Sultaninen ist ungebrochen hoch. Die Ernte 2018 fiel um ca. 100.000 mt kleiner aus als im Vorjahr. Die Rohwarenpreise sind stark gestiegen und die Währung TL / USD treibt die Preise zusätzlich in die Höhe.

Speiseöle

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl

Die Aussichten in der EU haben sich dank Italien und Rumänien leicht gebessert, trotzdem liegt die Menge unter der Vorsaison. Die Lager sind nach wie vor sehr gut gefüllt. Dementsprechend sind die Preise gegenüber anderen Pflanzenölen nach wie vor attraktiv. Allerdings hat die Nachfrage in letzter Zeit etwas zugenommen. Vor allem Länder aus dem Nahen Osten und die Türkei haben die Importe erhöht.

Momentan gibt es keine Anzeichen, welche Preisausschläge in die eine oder andere Richtung anzeigen würden. Beim High Oleic Sonnenblumenöl beziehen sich die Angebote zum grössten Teil auf die neue Ernte. Tendenz stabil.

Erdnussöl

Die Informationen aus Afrika sind positiv augefallen, da sie ein kleines Mengenwachstum aufweisen. Dies ist einer der wenigen Lichtblicke in dieser Saison, nachdem unter anderem Indien und China zum Teil grosse Ernteverluste verzeichnen müssen. Unklar ist vor allem die Situation in China. Obwohl die eigene Ernte in diesem Jahr aber schlechter ausgefallen ist, hat China noch immer keine grossen Einkäufe auf dem Weltmarkt getätigt. Dieses Verhalten ist unüblich und überraschend. Der weitere Preisverlauf wird somit auch wesentlich davon abhängen, ob die Chinesen demnächst auf den Markt gehen und einkaufen oder nicht. Tendenz stabil.

Rapsöl/HOLL Rapsöl

Die Nachfrage auf dem Markt ist weniger stark ausgefallen als dies erwartet wurde. Demzufolge weisen die Lager ein höheres Niveau auf. Voraussichtlich wird die Anbaufläche in Deutschland und Frankreich kleiner ausfallen als noch im letzten Jahr. Somit wird eine weitere, ungenügende EU-Ernte prognostiziert. Auch in Kanada könnte die Anbaufläche zurückgehen. Entscheidend wird aber auch das kommende Wetter sein. Dieses kann die Ernteaussichten verbessern oder verschlechtern. Tendenz stabil bis steigend.