26. Oktober 2018

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

Mandeln

Die diesjährigen September-Verladungen können nicht mit dem Vorjahresmonat verglichen werden, da die letztjährige frühere Ernte und auch hohe Verkaufsmengen nach Asien dazu führten, dass damals einiges mehr verschifft werden konnte. Die aktuell geringeren Versandmengen spiegeln jedoch grösstenteils die Zurückhaltung der Käufer in einem Markt, der sich mit Tarifunsicherheiten und Steuerstreitigkeiten auseinandersetzt.  

Die Ernte in den Obstgärten ist fast fertig. Bis spätestens Mitte November wird praktisch alles eingelagert sein. Was die neue Ernte betrifft, hören wir meist ernüchternde Nachrichten von den Landwirten. Bereits heute weiss man, dass die Ernte nicht den Erwartungen entspricht. Eine berechtigte Sorge bleibt also. Preise werden fester.

Haselnusskerne  

Die Ernte dürfte tiefer sein als zuerst angenommen. Dies ist noch nicht weiter tragisch, da genug Überhang aus letzter Ernte vorhanden ist. Lieferungen aus neuer Ernte waren leicht verspätet. Die Preise sind aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf einem nach wie vor interessanten Niveau. Was die wirtschaftliche Situation betrifft, sind die Aussichten weniger gut. Die Bankzinsen für Kreditaufnahmen liegen aktuell bereits z.T. bei 30 %. Die Inflation ist nicht weniger geworden und die Währung fährt eine Rallye nach der anderen (+ 40 % in den letzten 2 Monaten, um dann innert 15 Tagen wieder um 20 % zu korrigieren). Sollte allein die TYL gegenüber dem USD wieder stärker werden, rechnet man umgehend wieder mit festeren Preisen.
Vor allem die unsichere Wirtschaftslage führt dazu, dass kaum mehr Offerten ins neue Jahr abgegeben werden.

Baumnusskerne

Kalifornien

Die USA kündigen einen Rekord-Ernteertrag an. Die in diesem Jahr erhaltene Gesamtverfügbarkeit steht in einem starken Wettbewerbsumfeld, in dem die internationalen Handelsbedingungen immer schwieriger werden, sei es mit stark gestiegenen Zöllen in China und Indien oder der Abwertung der türkischen Währung.

Frankreich

Die Erntebedingungen waren im Allgemeinen mit einem nassen Frühjahr und einem heissen Sommer günstig. Es wird allgemein eine gute Ernte erwartet. Nach zwei sehr guten Jahren erwartet man die neue Ernte aufgrund des heissen Sommers in einer eher durchschnittlichen Qualität. Es liegt auf der Hand, dass eine grosse Menge einen Rückgang bei den Baumnusspreisen bedeutet.

Moldawien

Angesichts der auch guten Ernteaussichten in Moldawien haben die Moldauer angekündigt, ihre Preise auch nach unten anzupassen, um mit Kalifornien konkurrieren zu können.

Zucker

Die Wirtschaftlichkeit vom Schweizer Zuckerrübenanbau soll mit einer vorübergehenden Stützungserhöhung für die Jahre 2019-2021verbessert werden. Zu diesem Zweck laufen Vorschläge, die Einzelkulturbeiträge und die Agrareinfuhrverordnung zu ändern. Die vorübergehende Erhöhung des Einzelkulturbeitrags für Zuckerrüben soll den Anbau der Zuckerrüben wieder attraktiver machen, was gleichbedeutend mit einer grösseren Verarbeitungsmenge und Senkung der Herstellungskosten ist. Auf den Zuckerpreis wird sich aber die befristete Erhöhung nicht direkt auswirken, sondern neutral bleiben. Die direkte Stützung der Rübenpflanzer soll zusätzlich auch noch mit einem Mindestgrenzschutz ausgebaut werden. Dieser zielt darauf ab, den inländischen Zuckerpreis zu stützen. Ziel ist, einen Zuckerpreis, der über dem EU-Marktpreis liegt, zu realisieren, so dass die Schweizer Zucker AG den Rübenpflanzern einen höheren Rübenpreis ausrichten kann. Es werden ansteigende Preise erwartet.

Sultaninen

Die Ernte 2018 ist gegenüber dem Vorjahr um 18 % kleiner. Zusammen mit dem Übertrag aus alter Ernte sollte aber genügend Ware zur Verfügung stehen. Leider haben grosse Niederschläge und Hagel im Sommer die Qualität, welche etwas dunkler sein wird, beeinträchtigt. Der Preisunterschied zwischen einer hellen (Typ 10) und dunklen Qualität (Typ 9) wird in diesem Jahr entsprechend ausfallen.

Speiseöle

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl

Die guten Prognosen aus Osteuropa scheinen sich zu bestätigen. Es bleiben jedoch zwei wichtige Einflussfaktoren zu beachten. Die Sojapreise sind nach wie vor sehr tief. Dementsprechend konnte sich auch das Sonnenblumenöl nicht nach oben bewegen, um nicht Marktanteile an das Sojaöl zu verlieren. Sollte sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China entschärfen, dürften die Sojapreise steigen und in diesem Sog auch die Sonnenblume. Sollte China jedoch weiterhin nur kleine Teilmengen aus den USA beziehen, bleiben die Sojapreise tief. Ein weiterer Punkt sind die momentan tiefen Wasserstände. Dadurch können die Schiffe nicht voll beladen werden, was die Frachten verteuert und somit die Preise vom Rohstoff. Die Preise für das High Oleic Sonnenblumenöl haben sich in den letzten Wochen stabilisiert. Deshalb hat sich das High Oleic auch dem Preistrend des konventionellen Sonnenblumenöls angepasst. Dies dürfte sich in den kommenden Wochen nicht verändern. Tendenz stabil.

Erdnussöl

In Indien hat es zwar ausgiebig geregnet, doch war es etwas zu spät. Die Felder konnten sich nicht vollständig erholen. Da gleichzeitig auch eine kleinere Fläche angebaut worden ist, muss mit einer tieferen Ernte gerechnet werden. Die Befürchtungen in den USA sind dafür nicht ganz so schlimm ausgefallen. Aus Afrika kommen langsam die ersten Informationen, nach denen mit ungefähr der gleichen Anbaufläche gerechnet wird. Allerdings muss die Bestätigung noch abgewartet werden. Noch sind die genauen Schätzungen für die Saison 2018/2019 unsicher, aber die globalen Ernten werden sehr wahrscheinlich tiefer ausfallen als in der aktuellen Periode. Die zukünftige Preiseentwicklung wird einerseits von den Resultaten aus Afrika mitbestimmt und andererseits von Argentinien. Dort wurde eine Exporttaxe erhoben, was die Verfügbarkeit der Ausfuhrmengen verringern könnte. Tendenz stabil.

Rapsöl/HOLL Rapsöl

Die globalen Rapsfelder haben sich unterschiedlich entwickelt. In der EU wurde die Erwartung ganz leicht nach oben korrigiert. Dafür sieht es in Australien deutlich schlechter aus. Aus Kanada sind keine neuen Informationen erhältlich. Insgesamt muss jedoch damit gerechnet werden, dass die globale Produktionsmenge kleiner sein wird als der Konsum, was zu einem Lagerabbau führen wird. Tendenz stabil.