30. Oktober 2019

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

 

Mandeln 

Die per Mitte Oktober gemeldeten September-Verschiffungszahlen zeigen, dass Kalifornien 16 % mehr als im Vorjahresmonat verladen hat. Total wurden im Jahr 2019 bis jetzt 6.5 % mehr verladen als im Vorjahr. Nach einem eher bescheidenen Saisonstart ist man über die guten September-Verladungen hoch erfreut. Die Preisentwicklung hat nach anfänglicher Schwäche gedreht und zeigt nun deutlich festere Preise. Die Frage, wie gross die neue Ernte sein wird, bleibt bestehen. Schätzungen und Prognosen sind vage und viele kalifornische Marktteilnehmer sind unsicher, aufgrund der unterschiedlichen Erträge. Im Norden Kaliforniens ist man der schlechteren Wetterbedingungen wegen, eher zurückhaltend. Im Süden hingegen, erwartet man eine sehr grosse Ernte.

Haselnusskerne

Die Militäroffensive der Türkei in Syrien hat scheinbar nur einen kleinen Einfluss auf den Haselnussmarkt. Dieser war schon vor dem Angriff volatil und Offerten wurden nur verhalten abgegeben. Die Ernte in der Türkei war durch die meteorologischen Bedingungen so spät wie noch nie. Die Auswirkungen sind bis jetzt spürbar und viele Ankünfte verspätet. Eine zusätzliche Herausforderung liegt darin, dass trotz einer grossen Ernte nur wenige, kleine Kaliber gebildet wurden. Lieferungen mit kleineren Kalibern wie 10/11, sind zusätzlich verspätet. Die Nachfrage ist aktuell hoch und konzentriert sich vor allem auf prompte Verladungen, da Offerten bis nach Quartal eins im nächsten Jahr kaum abgegeben werden. Die Abgabe einer Preistendenz mittel- bis langfristig ist daher aktuell nicht möglich.

Zucker

Zucker bleibt global gesehen ein Wachstumsmarkt. In der EU zeichnet sich für die neue Kampagne 2019/2020 eine eher unterdurchschnittliche Ernte ab, obwohl die Hektarerträge leicht höher ausgefallen sind. In der Schweiz hingegen zeigen Proberodungen ein anderes Bild. Schweizer Zucker wird es nicht im Übermass haben. Seit 1. Oktober 2019 gelten die neuen Stützungsmassnahmen mit Grenzschutz von CHF 70.–/Tonne und einer Erhöhung des Einzelkulturbeitrages pro Hektare.

Speiseöle

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl
Die anhaltend sehr guten Wetterbedingungen im Osten werden dazu führen, dass die Felderträge gut ausfallen. In Argentinien und in Teilen der EU hingegen muss mit tieferen Erträgen gerechnet werden. Die Nachfrage auf dem Markt nach Sonnenblumenöl ist nach wie vor hoch. Daher ist aktuell mit stabilen Preisen zu rechnen. Beim High Oleic Sonnenblumenöl hat sich die Situation bezüglich der Verfügbarkeit etwas entspannt, da mit der neuen Ernte wieder Ware gehandelt worden ist. Die höheren Preise der neuen Ernte haben sich inzwischen etwas stabilisiert. Noch ist die effektive Menge an verfügbaren High Oleic Saaten unklar. Der weitere Preistrend ist einerseits vom tatsächlichen Volumen abhängig und andererseits von der Nachfrage, die in den letzten Wochen und Monaten zugenommen hat. Tendenz stabil bis leicht steigend.

Erdnussöl
Nach den anfänglich schlechten Wetterbedingungen in den USA haben sich diese in den letzten Wochen wieder verbessert. Dadurch werden deutlich bessere Felderträge erwartet. Der überdurchschnittliche Regenfall in Indien hat sich nun, wie erhofft, positiv ausgewirkt. Die Aussichten sind nach oben korrigiert worden. China hat seine Importe in den letzten Wochen und Monaten deutlich erhöht: einerseits aufgrund der gestiegenen Nachfrage und andererseits, um die inzwischen sehr tiefen Lager wieder aufzufüllen. Die weitere Preisentwicklung ist wesentlich abhängig von der kommenden Ernte in Afrika als auch vom zukünftigen Bedarf der Chinesen. Tendenz stabil.

Rapsöl/HOLL Rapsöl
Die sehr schlechten Ernten in der Schweiz von Rapsöl und HOLL Raps haben sich definitiv bestätigt. Sie liegen ca. 12 Prozent unter Vorjahr, das bereits als schlecht eingestuft werden musste. Ob der Bedarf in der Schweiz mit Inlandware bis zur neuen Saison gedeckt werden kann, ist aktuell unklar. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit reduzieren sich auch die Ernteaussichten in Australien. Bisher waren einzig die Prognosen aus Kanada positiv. Doch nun hat sich die Situation auch dort verschlechtert: Durch das zu trockene Wetter konnten viele Felder noch nicht geerntet werden. Nun wird es langsam kälter und das Risiko steigt, dass ein bald einsetzender Frost grössere Schäden nach sich zieht. Diese Aussichten haben dazu geführt, dass der Preis für die bisher preiswerte kanadische Rapssaat gestiegen ist. Somit zeigen viele Faktoren auf eine steigende Tendenz hin.

Preistendenzen 11/19