26. April 2019

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

 

Mandeln 

Kalifornische Mandelhändler verschifften im März 185 Mio. lbs Mandeln, was einem Rückgang von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Da aus letztjähriger Ernte weniger Ware zur Verfügung steht als ursprünglich angenommen, muss mit einem weiteren engen Übergang in die neue Ernte gerechnet werden. Unabhängig davon was die neue Ernte bringt, wird die aktuelle Ernte wahrscheinlich fest bleiben.

Nebst dem mit Spannung erwarteten Acreage Report, der subjektiven und objektiven Mandelschätzung durch die USDA der am 10. Mai publiziert wird, findet auch die Mandelschätzung von einem grossen Handelshaus viel Beachtung. Die Spezialisten bereisen die Anbaugebiete und veröffentlichen noch vor dem «offiziellen» Report der USDA ihre Schätzung. Sie berichten, dass im Norden Kaliforniens die Ernte nicht gut aussieht, sie aber im Zentrum und im Süden ein positiveres Bild melden. Allgemein verläuft aber die Entwicklung der neuen Ernte sonst gut. Das Wetter in den letzten Wochen war mild, was die Bäume bei der Ausbildung der Nüsse sehr unterstützt. Die Anbaufläche dürfte sich erneut ausgedehnt haben und um ca. 7 % auf 1'160'000 acres anwachsen. 

 

Sultaninen

Im März war es in der Türkei in der Region Manisa sehr mild, so dass die Weinstöcke bereits früh Blütenknospen gebildet haben. Dieses Vorstadium zur eigentlichen Blüte war zu früh, denn Regen und Frost hätten dieses Wachstumsstadium stark schädigen können. Die Blüte sollte normalerweise nicht vor April beginnen. Für eine Aussage über die Erntegröße im Jahr 2019 ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh. Nur die kleinste Andeutung eines negativen Einflusses würden die Preise weiter deutlich ansteigen lassen.

In Südafrika gingen die Golden Medium-Kulturen versus Vorjahr zurück. Aufgrund der hohen Weltmarktpreise auf Thomson seedless natural (TSR) wechselten die Bauern von der schwierigeren, zeitaufwändigeren und risikoreicheren Herstellung von Golden Medium zu TSR natural. Die Nachfrage blieb aber bestehen, so dass die Preise fester wurden.

Haselnusskerne  

Nebst den vermehrt volatilen Währungen ist auch der Markt in Bewegung, vor allem in der Türkei. In Italien blieben die Preise mehr oder weniger stabil. Ein Risiko auf Frost besteht praktisch nicht mehr, daher dürfte die Ernte 2019 betreffend Quantität sehr gut ausfallen. Diese Erkenntnis führt dazu, dass jetzt auch für neue Ernten die Preise langsam auf den Markt kommen. Wir sehen somit Potential für sinkende Preise.


Zucker

Aus der EU wird gemeldet, dass die Rüben-Anbaufläche im Jahr 2019 sinken wird. Unter normalen Wachstumsbedingungen dürfte aber die Produktionsmenge etwa auf dem Vorjahresniveau liegen.
In der Schweiz konnte wegen dem schlechten nassen Wetter anfangs März erst ab Mitte desselben Monats mit der Aussaat begonnen werden. Wegen der letztjährigen schlechten Ernte, dies aufgrund von Blattkrankheiten und deren schwierigen Bekämpfung, sank die Anbaubereitschaft der Bauern. In der Westschweiz ist der Rückgang augenfällig. Das Angebot an Schweizer Zucker wird knapp bleiben.

 

Baumnusskerne

Die Verschiffungszahlen vom März waren für Walnüsse aus Kalifornien sehr hoch. Der Export wie auch der lokale Verbrauch legten im 2-stelligen Bereich zu. Allgemein wird erwartet, dass es Ende dieser Saison kaum Restbestände geben wird.

 

Speiseöle

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl

Die Preise haben sich in den letzten Wochen stabilisiert. Die argentinische Frühlingsernte könnte dank guten Wetterbedingungen sogar noch etwas besser ausfallen als bisher erwartet. Auch die vor kurzem begonnene Aussaat in Osteuropa weist auf den Anbau einer ähnlich grossen Fläche hin wie im letzten Jahr. Demgegenüber nimmt der Importbedarf von China weiter zu. Ausserdem dürfte das Produktionsvolumen in der 2. Saisonhälfte (April – September) saisonal bedingt sinken. Beim High Oleic Sonnenblumenöl hat sich die Situation nicht verändert. Aus der alten Ernte ist kaum noch Ware erhältlich, weshalb die Preise nach wie vor auf einem hohen Niveau geblieben sind. Eine Preisentlastung ist erst ab der neuen Ernte im Oktober in Sicht. Tendenz stabil bis leicht steigend.

Erdnussöl

Der Markt ist in den letzten Wochen/Monaten stabil geblieben. Die Informationen aus Afrika scheinen sich zu bestätigen. Die Anbaufläche ist zwar tiefer ausgefallen als im letzten Jahr, doch dafür sind die Felderträge höher. Somit wird mit ungefähr der gleichen Ernte gerechnet wie im Vorjahr. In Argentinien sind die Aussichten für die kommende Ernte im Frühling gut. Zwar wurde die Anbaufläche verkleinert, aber auch hier konnten die Felderträge deutlich gesteigert werden. Ähnlich sieht es in Brasilien aus. Wichtig für die weitere Preisentwicklung bleibt das Einkaufsverhalten der Chinesen, das heisst wie gross schlussendlich deren Importbedarf sein wird. In den letzten Wochen hat die Importmenge etwas zugenommen. Tendenz stabil bis leicht steigend.

Rapsöl/HOLL Rapsöl

Der Markt ist auch in den letzten Wochen ruhig geblieben. Es sind noch zu wenig verlässliche Informationen über die Entwicklung der Felder in Europa vorhanden. In der Schweiz sind die Prognosen ebenfalls noch unsicher. Allerdings scheint es bei uns etwas besser auszusehen als in Europa. Die Probleme zwischen China und Kanada haben sich nicht gelöst. Nach wie vor importiert China praktisch keine Rapssaaten oder Rapsöle aus Kanada. Dies führt dazu, dass Kanada mit seiner grossen Ernte neue Abnehmer suchen muss, was die Preise drücken wird. Auf Grund der bevorstehenden, schlechten eigenen Ernte könnte die EU ein dankbarer Käufer für Rapsöl sein, um einen Teil des Ausfalls zu kompensieren. Das momentane Überangebot könnte aber auch dazu führen, dass Kanada im Herbst eine kleinere Fläche aussäen wird. Das CH-Rapsöl dürfte in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Tendenz stabil.

Preistendenzen 05/19