27. Juni 2018

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

Mandeln

Im Mai hat Kalifornien 7 % weniger Mandeln verladen als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus Ernte 2017 liegen somit 10 % über Vorjahr. Die schwachen Verkäufe im vergangenen Monat könnten wohl auf die subjektive Schätzung resp. auf die festeren Preise zurückzuführen sein. Zusätzlichen Einfluss zeigt auch der seit Januar weiter gestiegene US Dollar. Die neuen Ernteaussichten sind durchzogen. Die Bestrebungen der Erzeuger, die Preise für Ernte 2018 auf ein Niveau der laufenden Ernte heranzuführen, sind wegen schwachem Kaufinteresse ohne Erfolg.

Haselnusskerne  

Die Türkei hat gewählt und Erdogan bestätigt. Die Auswirkungen dürften viel mehr die interne Ausrichtung des Landes betreffen und weniger den Handel. Die Exporte sind für die Türkei ein sehr wichtiger Faktor, der für die Wirtschaftlichkeit des Landes immens wichtig ist. Somit dürfte die Wahl auf die verschiedenen Exportwaren der Türkei keinen Einfluss haben. Was es zu verfolgen gilt, ist die Währung. Direkt nach der Wahl hat die TYL z.B. gegenüber dem USD sofort korrigiert und ist nun wieder deutlich stärker. Die wiedergewonnene Stärke verteuert die Rohwaren. Die verschiedenen Marktteilnehmer werden sich nun nach der Wahl wieder neu sortieren. Ein anderer wichtiger Indikator wird sein, wie die TMO die Preise für die neue Ernte festlegt. In diesem Zusammenhang ist noch völlig offen, wann die TMO mit dieser Info an die Öffentlichkeit tritt. Es wird angenommen, dass dies nicht vor August sein wird.

Zucker 

Die Notierungen für Weltmarktzucker vermochten sich in den letzten Wochen etwas von ihren Tiefstständen zu erholen. Trotz guter Ernteaussichten dürfte die Zuckerproduktion etwas zurückgehen. In der EU wurde die Aussaat im
Mai abgeschlossen. Das gute Wetter hat das Wachstum der Pflanzen positiv beeinflusst.  In der Schweiz hat sich der Ständerat mit der Initiative Bourgeois befasst und dieser mit Stichentscheid Folge gegeben. Die Schweizer Wirtschaft ist sich bewusst, dass ein fairer Kompromiss zwischen den Kunden und den Forderungen der Pflanzer gefunden werden muss.

Speiseöle

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl

Die Menge der globalen Ernte der neuen Saison wurde leicht nach unten korrigiert. Russland, die Ukraine und Argentinien weisen grössere Anbauflächen auf und werden damit höhere Erntemengen einfahren, in der EU wird aber mit einer tieferen Ernte gerechnet. Die Lager sind sowohl in den Ursprungs- als auch in den Importländern nach wie vor gut gefüllt. Beim High Oleic Sonnenblumenöl hingegen hat sich der Trend negativ entwickelt. Die Preise sind in den letzten Wochen weiter gestiegen. Es herrscht grosse Unsicherheit über die Menge und Qualität dieses Öls. Tendenz stabil bis leicht steigend.

Erdnussöl

Argentinien als ein sehr bedeutendes Exportland von Erdnussöl hat nun definitiv keinen Überhang mehr aus der alten Ernte. Somit kommt die neue Ernte bereits jetzt in den Verkauf, was im Vergleich der letzten Jahre ziemlich früh ist. China ist das grösste Produktionsland von Erdnüssen und die ersten Anzeichen zeigen auf ein erneutes Mengenwachstum hin. Demgegenüber scheint es in den USA nach den ursprünglich guten Aussichten bei der Aussaat nun Probleme in der Entwicklung der Felder zu geben. Noch sind diese Informationen aktuell zu wenig abgestützt und aussagekräftig. Unklarheiten bestehen auch in Afrika, denn momentan kommen keine verlässlichen Meldungen über die aktuelle Situation. Tendenz stabil.

Rapsöl/HOLL Rapsöl

Die Ernte in der Schweiz wird grundsätzlich gut ausfallen. Eine grosse Steigerung wird beim HOLL Raps erwartet. Die Mengen sind inzwischen grösstenteils bereits verkauft. In der EU sieht die Situation hingegen weniger positiv aus. Die Anbaufläche ist zwar ungefähr gleich gross geblieben, aber die Felderträge werden zum Teil deutlich schlechter ausfallen. Grundsätzlich sind die Lager in Europa nach wie vor gut gefüllt und damit ist die Verfügbarkeit noch immer sehr gut. Doch scheint die Bereitschaft der Bauern zum Verkauf ihrer Saaten langsam zu sinken. Tendenz für CH Rapsöl stabil.

Milchprodukte, Schweiz

Die Milchmengen in der Schweiz und Europa sind in den letzten Monaten stark gestiegen. Die Produktionsmengen, insbesondere beim Käse, konnten aber ebenfalls gesteigert und abgesetzt werden. Der Druck auf den Milchpreis nimmt jedoch tendenziell zu. Die Branchenorganisation Milch hat aber entschieden, dass die Milchpreise für das nächste Quartal auf dem bestehenden Niveau verharren.

Import Flüssig Eier

Nach der Fipronil-Krise vom Sommer/Herbst 2017 und der damit verbundenen massiven Preissteigerung erholt sich die Marktlage langsam. Tiere konnten wieder eingestallt werden und erreichen langsam das Niveau vor der Krise. Dementsprechend steigt das Angebot am Markt und die Preise tendieren langsam wieder in Richtung vor der Krise.