29. September 2020

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

Mandeln

Auch während des Hochsommers wurden Rekordmengen verladen. Allgemein mehr als erwartet. Der Verkaufsdruck, den es nach der Veröffentlichung der Ernteschätzung gab, ist vorerst verschwunden. Die niedrigen Mandelpreise stimulieren den Konsum auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die weitere Preisentwicklung ist insbesondere von den Verkaufszahlen der nächsten Monate abhängig. Der Ursprung hat sich inzwischen für spätere Termine (Q2–Q3 2021) vom Markt zurückgezogen. Um diese Rekordernte zu vermarkten, muss Kalifornien jeden Monat hohen Absatz generieren.

Walnusskerne

Die CASS (California Agricultural Statistical Service) hat eine rekordverdächtige Menge angekündigt. Diese Schätzung überrascht. Die geschätzte Menge ist grösser als die kalifornische Industrie erwartet hat. Wenn diese Mengen Realität werden, wird die neue Ernte ca. 91'000 t grösser ausfallen als die Rekordernte von 2016. Dennoch wird erwartet, dass die Industrie unter trockenen Witterungsbedingungen über genügend Kapazitäten verfügt, um die Ernte ordnungsgemäss zu verarbeiten. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird sich zeigen, wie die Industrie damit umgehen wird. Für ein Preisfazit ist es zu früh. Frühestens Ende Oktober werden die neuen Preise von allen Provenienzen (Kalifornien, Frankreich, Moldawien) gemeldet.

Haselnusskerne

Nachdem der Marktführer sein Einkaufsgebot abgegeben hat, scheinen die Bauern mit diesen Preisen einverstanden zu sein. Sie sehen sich aber nicht im Verkaufszwang und warten vorerst ab. Die Saison läuft somit langsam an. Das Wetter war während der Ernte- und Trocknungszeit niederschlagsreich; suboptimal für die Qualität .

Zucker

Der globale Rückgang hält aufgrund Covid-19 an. In der EU deuten die letzten Schätzungen auf einen weiteren Rückgang in der Zuckerproduktion hin. In der Schweiz zeigten die Resultate der ersten Proberodungen eine hohe Blattmasse und ein unterdurchschnittliches Rübengewicht. Die kühlen Sommertemperaturen und feuchten Böden machten dies wett, was weitere Proberodungen bestätigten. Der Zuckergehalt bei den Rüben blieb jedoch unter den Erwartungen. Es wird eine bescheidene inländische Zuckermenge erwartet.

Ananas

Die Rohwarensituation in Thailand wird als schlechter gegenüber dem Vorjahr eingeschätzt. Die Rohwarenpreise haben inzwischen ein Rekordhoch erreicht. Aufgrund der geringeren Anbaufläche, der schwierigen Wetterbedingungen und der starken Nachfrage sind die Preise für Ananas in Dosen gestiegen, sofern man überhaupt kaufen kann. Viele Farmer suchten in den vergangenen Monaten nach profitableren Alternativen. Seit dem Preisanstieg im späten 2019 haben einige Farmer ihre Meinung geändert, die Bepflanzungen zu erhöhen. Bis zur nächsten Ernte dauert es 16–18 Monate; der Engpass bleibt.

Speiseöl

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl

Die anhaltende Trockenheit wirkt sich in vielen Gebieten negativ aus. Der kürzlich gefallene Regen kam zu spät bzw. war zu wenig ergiebig. Die Ernteerwartungen sind nach unten korrigiert worden. Vor allem die grössten Produktionsländer, Ukraine und Russland, werden im Herbst 2020 kumuliert weniger ernten als im letzten Jahr. Einzig die EU dürfte leicht zulegen. Das High Oleic Sonnenblumenöl hat sich in den letzten Wochen gleich wie das konventionelle Sonnenblumenöl entwickelt, da die Preise grundsätzlich stabil geblieben sind. Tendenz stabil.

Erdnussöl

In den meisten Anbaugebieten sind die Wetterbedingungen grundsätzlich gut; die Erwartungen sind gestiegen. Vor allem China und Indien tragen zu diesen guten Prognosen bei, denn beide Länder haben ihre Anbauflächen vergrössert. Gleichzeitig hat es stark geregnet, was einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Felder hat. Wichtig sind die guten Aussichten in China: Eine gute Ernte führt zu einem kleineren Importbedarf. Tendenz stabil.

Rapsöl/HOLL Rapsöl

Nun sind die Zahlen der SchweizerErnte 2020/2021 vorhanden. Die Befürchtungen sind erfreulicherweise nicht eingetroffen. Trotzdem kann die Erntemenge den Bedarf in der Schweiz bei Weitem nicht abdecken. Die 2. Tranche (Januar–Juli 2021) wurde inzwischen gehandelt; erwartungsgemäss auf einem höheren Preisniveau. Im Gegensatz zur EU, mittiefer Ernte wie seit Jahren nicht mehr, konnten die anderen Produktionsländer wie Kanada und Australien zulegen. Ein wesentlicher Faktor für die weitere Preisentwicklung ist die Nachfrage aus dem Biodieselsektor. Saisonal bedingt dürfte die Nachfrage in den Wintermonaten zunehmen, doch der aktuell tiefe Erdölpreis schmälert die Attraktivität im Energiesektor beträchtlich. Andererseits gibt es Informationen aus Frankreich, dass die Regierung den Einsatz von Rapsöl zu Lasten von Soja-und Palmöl subventionieren will. Tendenz stabil bis steigend.

Preistendenzen 10/20