29. November 2019

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

Mandeln 

Kalifornien verschickte im Oktober einen historischen Monatsrekord von 265,5 Millionen Pfund Mandeln. Damit übertrafen sie den bisherigen Monatsrekord von 247,1 Millionen Pfund, der im vergangenen Oktober erreicht wurde. Die Erwartungen waren hoch und die Realität wird die meisten Beobachter zufrieden stellen. Das beeindruckende Ergebnis ist vor allem auf starke Exporte zurückzuführen. Der Rekord von Oktober zeigt, dass die Ernte reibungslos abläuft und die Industriekapazität erhöht werden kann. Im Süden von Kalifornien ist man von den Volumen angenehm überrascht, wobei, je nördlicher man geht, desto schlechter ist die Ernte. Eine gute Nachfrage und zuversichtliche Verkäufer haben einen festen Markt geschaffen.

Baumnusskerne

In Kalifornien wurden im Oktober 93,870 t  – verschifft  gegenüber 91,349 t im Vorjahr. Die Erntemenge beträgt 583,199 t und liegt somit mehr als 2% unter dem Vorjahr.  Die Ernte wurde bei der subjektiven Branchenschätzung einst auf 691,000 t geschätzt. Die Ernte 2019 war zwar verspätet, allerdings war das Wetter für die Ernte sehr günstig und trocken, so dass die Industrie bei der diesjährigen Ernte effizienter war. Auch in Frankreich ist die Ernte allgemein sehr stark verspätet. Dieses Jahr ist eine Hektik spürbar, da man wegen der späten Ernte weniger Zeit zur Verfügung hatte, um der ganzen Nachfrage nachzukommen. Allgemein wird die Ernte kleiner ausfallen als im letzten Jahr.  

Haselnusskerne

Der Markt ist förmlich explodiert. Die aktuelle Exportstatistik zeigt, dass die Türkei zwischen dem 01. September und dem 30. Oktober rund 95'000 t Kerne exportiert hat. Dies sind ca. 200'000 t in Schale. Wenn man die TMO-Käufe (ca. 100'000 t) sowie den Inlandkonsum (ca. 100'000 t) dazu zählt, ergibt dies ein Total von ca. 400'000 t. Das heisst: per Ende Oktober wurde mehr als 50% der verfügbaren Menge verkauft respektive exportiert. Die Nachfrage ist gross und durch die sehr tiefe Erntemenge in Italien verschärft sich die Situation noch mehr. Man geht davon aus, dass die Ernte aus der Türkei für 2019 knapp werden könnte respektive die TMO im nächsten Jahr ihre Lager zu guten Preisen verkaufen kann.

Zucker

Die tiefen Weltmarktpreise zeigen Wirkung, denn diverse Exportländer weisen weiterhin stark rückläufige Zahlen aus. Dafür hat der Ausstoss an Ethanol kräftig zugelegt. In der EU folgten auf die Trockenheit im Sommer ergiebige Niederschläge, was den Zuckergehalt bei den Zuckerrüben etwas verwässert hat. In der Schweiz laufen die Verarbeitungen der Zuckerrüben auf Hochtouren. Pro Tag werden zirka 10'000 t Rüben verarbeitet. 

Speiseöle

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl

Dank weiterhin sehr guten Wetterbedingungen wird die Ernte in Osteuropa nochmals etwas nach oben korrigiert. Die Ukraine bleibt zwar nach wie vor der bedeutendste Produzent von Sonnenblumenöl, den grössten Zuwachs kann allerdings in dieser Saison Russland verzeichnen. Entgegen dem allgemeinen Trend konnten sich die Preise des Sonnenblumenöls lange Zeit auf tiefem Niveau stabil halten. In den letzten Wochen jedoch zeigt die Tendenz leicht nach oben. Zwar ist die Verfügbarkeit noch immer gross, doch hat inzwischen die Nachfrage deutlich zugenommen. Grössere Mengen fliessen nun in den asiatischen Raum, wo man die Verknappung beim Palmöl, Sojaöl und Rapsöl kompensieren möchte. Nachdem die Preise für das High Oleic Sonnenblumenöl auf Grund der sehr knappen Verfügbarkeit vor einigen Wochen massiv gestiegen sind, haben sie sich inzwischen etwas stabilisiert. Die Preise für das High Oleic Sonnenblumenöl richten sich nun wieder nach dem konventionellen Sonnenblumenöl. Tendenz stabil bis leicht steigend.

Erdnussöl

Die Importe von China haben in den letzten Wochen weiter zugenommen. Ein grosser Teil davon wurde verwendet, um die tiefen Lager wieder aufzufüllen. Noch ist unklar, ob die Bestände inzwischen wieder voll sind oder weitere Mengen benötigt werden. Obwohl noch vieles ungewiss ist, sind die Aussichten für die Saison 2019/2020 generell gut. Indien, die USA und auch Afrika lassen auf höhere Ernten hoffen. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, welche Mengen dann effektiv in den Ölmühlen gepresst werden können und somit wie hoch die Verfügbarkeit des Erdnussöls ausfallen wird. Tendenz stabil.

Rapsöl/HOLL Rapsöl

Die Aussichten in Australien sind auf Grund der langen Trockenphase nicht gut. In Kanada ist in einigen Gebieten schon der erste Schnee gefallen. Dies erschwert die Feldarbeit, so dass die Ernte möglicherweise nur mit Verzögerung oder im schlechten Fall nicht vollständig eingefahren werden kann. Momentan bleiben die globalen Erwartungen jedoch bestehen. Trotz der eigenen, sehr schlechten Ernte war die Verfügbarkeit von Rapsöl in der EU bisher hoch. Dank grossen Importmengen, vor allem aus der Ukraine, konnten die Mengen hochgehalten werden. Allerdings dürfte sich dies in den nächsten Monaten verändern, da die verbliebenen verfügbaren Mengen inzwischen deutlich gesunken sind. Für die EU wird erwartet, dass die produzierte Ölmenge in der Saison 2019/2020 sinken wird. Im Sog des Palmöls haben auch die Notierungen für das Rapsöl in den letzten Wochen zugelegt. Zudem sind auch die Aussichten für das Rapsöl per se in den nächsten Wochen und Monaten nicht positiv. Tendenz stabil bis leicht steigend.

Preistendenzen 12/19