24. August 2018

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

Mandeln

Im Juli wurden 144 Mio. lbs Mandeln verladen. Wie erwartet lag damit der Juli unter dem Vorjahresmonat; mit einem Plus von 4.3 % im Inland und einem Minus 13.1 % im Export. Erfreulich für Kalifornien ist auch der Umstand, dass China und Indien praktisch die gleichen Mengen wie im Vorjahr abnahmen. Die Saison 2017/18 bestätigt, dass Kalifornien absolut in der Lage ist, Grossmengen an Mandeln zu vermarkten. 

Vor diesem Hintergrund ist es auch verständlich, dass Kalifornien trotz sehr tiefen Vorverkäufen im Hinblick auf die neue Ernte keine Nervosität zeigt. Es schauen aber alle auf die politischen Entwicklungen. Welchen Einfluss diese haben werden, ist nicht absehbar. Unzureichende Nachfrage könnten die Preise, welche in letzter Zeit gestiegen sind, wieder etwas drücken. Das Aufwärtspotential als Folge einsetzender Aktivitäten der Käufer erscheint aber deutlich grösser. 

Haselnusskerne  

Mitte August haben schwere Unwetter im Schwarzmeergebiet die Ernte negativ beeinflusst. Die Wassermassen rissen ca. 9000 Tonnen Haselnüsse, welche zum Trocknen ausgelegt waren, mit ins Meer. Trotzdem bleiben die Einschätzungen gut. 
Dank dem allgemein sehr guten Sommerwetter kommt die Haselnussernte 2018 gut voran und ist schon bald abgeschlossen. Die Haselnüsse konnten optimal getrocknet werden. Sie werden gegen Ende August/Anfang September bei den Verarbeitern eintreffen. 
Bezüglich der staatlichen Eingriffe (TMO) gibt es im Moment keine weiteren Informationen. Solange die Preise stabil sind oder leichten Aufwärtsdruck erhalten, könnten die Interventionsvorhaben klein sein. Sobald der Markt eine mittel- bis langfristig sinkende Tendenz aufweist, dürfte der Druck der Bauern auf die Regierung stärker werden. 

Walnüsse

Die Ernte wird über 675.000 Tonnen sein. Im Vergleich dazu lag die Ernte 2017/18 bei ca. 627.000 Tonnen.  
Alle gehen von der wohl grössten Ernte der Geschichte aus. Die Entwicklung der Ernte verläuft normal und ist leicht verspätet. Das Wetter war sehr warm, aber nicht ganz so heiss wie im letzten Jahr. Durch die Waldbrände in den umliegenden Gebieten wurde die direkte Sonnenbestrahlung durch die daraus entstandenen Rauchwolken etwas reduziert, was vielleicht sogar helfen könnte, Defekte aus allzu extremer Sonnenbestrahlung zu reduzieren. Da die neue Ernte als sehr gross eingestuft wird, wird erwartet, dass die Preise einen Schritt nach unten machen. Durch die entstandenen Unsicherheiten bezüglich Handelsabkommen, Zollfragen etc. ist man nicht sicher, ob die wichtigen Abnehmerländer wie z.B. die Türkei und China die gleiche bedeutende Rolle spielen werden wie in den letzten Jahren.

Zucker 

Die Resultate der ersten Proberodungen in der Schweiz wiederspiegeln die vergangene Wettersituation. Die Temperaturen waren deutlich über dem Durchschnitt und die Niederschläge auf sehr tiefem Niveau. Die Rüben leiden unter der aktuellen Hitze und Trockenheit. Die Rübenerträge sind unter den Erwartungen, dafür sind die gemessenen Zuckergehalte hoch. Für eine gesicherte Ernteprognose muss die zweite Proberodung abgewartet werden.

Speiseöle

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl

In Russland und der Ukraine haben sich die guten Wetterbedingungen bestätigt. Nach dem ausgiebigen Regen gab es eine Phase mit trockenen und warmen Temperaturen. Demgegenüber hat sich aber die Trockenheit in der EU noch stärker negativ niedergeschlagen als bisher befürchtet. Die Menge musste nochmals leicht nach unten korrigiert werden. Beim High Oleic Sonnenblumenöl hat sich die Situation stabilisiert. Allerdings ist hier das Risiko von steigenden Preisen etwas höher einzuschätzen, da High Oleic vermehrt aus der EU kommt, welche grundsätzlich mit Wetterproblemen konfrontiert ist. Tendenz stabil bis steigend.

Erdnussöl

Die lange Trockenzeit hat auch in den Produktionsländern von Erdnüssen Spuren hinterlassen. In Argentinien wurde zwar die Anbaufläche erhöht, doch werden die Felderträge deutlich tiefer ausfallen als im Vorjahr. Indien und auch China melden Wetterprobleme, was sich negativ auf deren Ernten auswirken könnte. Vor allem China wird massgebend sein, da dieses Land sowohl der mit Abstand grösste Produzent als auch der weltweit stärkste Verbraucher ist. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China könnte sich auch auf die Erdnuss auswirken. Es besteht das Risiko, dass China einen Teil der Anbaufläche zu Soja wechselt, um die Abhängigkeit von der USA zu vermindern. Noch ist jedoch vieles unklar. Tendenz stabil bis leicht steigend.

Rapsöl/HOLL Rapsöl

Die anhaltende Trockenheit in Europa hat sich weiter negativ bemerkbar gemacht. Auch in der Schweiz ist mit Ausfällen von bis zu 20 % zu rechnen. Einzig in Kanada bestehen noch immer gute Aussichten. Zwar haben auch dort die Trockenphasen zugenommen, doch nach wie vor kann mit einer guten bis sehr guten Ernte gerechnet werden. Die Preise sind in den letzten Wochen ziemlich stabil geblieben, da ein grosser Teil bisher zum günstigeren Sojaöl abgewandert ist. Tendenz stabil bis steigend.

Milchprodukte, Schweiz

Die BOM (Branchenorganisation Milch) hat beschlossen, dass der Milchrichtpreis bis Ende 2018 stabil bleibt. Dies obwohl verschiedene Bauernvertreter intensiv lobbyiert hatten, dass aufgrund der Trockenheit im Sommer ein Solidaritätszuschlag für die Milch erhoben werden müsste.