26. Mai 2020

Pistor ist am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei.

Mandeln

Die Preise für neue Ernten sind auf einem tiefen Level. Das Virus und die subjektive Mengenschätzung beeinflussten die Preise sehr stark. Aktuell wird unabhängig von der Industrie oder Enddestination so weit wie möglich auf Termin nachgefragt und eingedeckt – gleichzeitig ein Konflikt für die Produzenten: Warum soll ein Produzent ein Risiko eingehen, indem er zu früh verkauft, mit dem Wissen oder der Erwartung, dass sich die Preise mittel- bis langfristig korrigieren könnten? Diese Haltung zeigt sich bei bereits festeren Preisen bei Offertanfragen auf lange Termine.

Haselnusskerne

In der Türkei konnten sich die Preise aufgrund der internen Regulationen der TMO, trotz fehlender Nachfrage aus dem Ausland, lange halten und haben erst jetzt nachgegeben. Eine Prognose zur Preisentwicklung ist schwierig. Fakt scheint zu sein, dass die Ernte nicht höher als ca. 650'000 t ausfallen wird. Entscheidend ist, wie sich die weltweite Nachfrage entwickeln wird. In Italien ist die Situation nach wie vor stabil. Für die neue Ernte erwartet man einen presilich nahtlosen Übergang.

Zucker

Die Witterungsbedingungen in der Schweiz während der Saatperiode waren nicht gut. In der Westschweiz verzeichneten die Messstationen während 40 Tagen keine Niederschläge. Der Aufgang der Saat war durchschnittlich. Erfreulich war, dass trotz kalten Nächten keine Frostschäden gemeldet wurden. Der Wetterverlauf ist nun entscheidend für den Rübenertrag im Herbst. In der EU deuten die ersten Prognosen der Zuckerproduktion (Kampagne 2020/2021) auf ein Niveau analog dem Vorjahr hin; die EU kam bisweilen nicht unter Preisdruck.

Speiseöl

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl

Für die aktuelle Saison wird mit leicht höheren Erntemengen gerechnet. In den letzten Wochen sind die Preise etwas gestiegen, denn China und Indien haben auch vom Sonnenblumenöl grössere Mengen eingekauft. Gleichzeitig geht die Verfügbarkeit der beiden grossen Produzenten Russland und Ukraine zurück. Weiter gibt es einige Anbauer, die Teilmengen ihrer Saaten zurückhalten, was zu steigenden Preisen führt. Die Aussichten für die neue Ernte ab Herbst 2020 sind nach wie vor sehr gut. Vieles wird vom Wetterverlauf abhängig sein:Bleibt das Wetter gut, gibt es wieder eine gute Ernte, was die Preise sinken lässt. Der Markt für das High Oleic Sonnenblumenöl hat sich nach dem konventionellen Sonnenblumenöl gerichtet. Die Preise sind stabil geblieben;Tendenz stabil.

Erdnussöl

In den letzten Wochen waren sowohl das Produktionsvolumen als auch die Exportverfügbarkeit weltweit ziemlich tief. Gleichzeitig ist die Nachfrage jedoch gestiegen. Vor allem China hat die Einfuhren von Erdnüssen und Öl erhöht, denn ihre Ernte wird erneut schlecht ausfallen. China wird somit entgegen den früheren Jahren auch in dieser Saison ein Nettoimporteur von Erdnüssen und Erdnussöl sein. Aus Argentinien sind nur wenige Angebote vorhanden. Diese wären aber nötig, nachdem Senegal und Sudan Exportstopps verhängt haben. Folgen waren Preissteigerungen in den Ursprungsländern als auch in Rotterdam. Tendenz stabil bis steigend.

Rapsöl/HOLL Rapsöl

Noch sind keine genauen Schätzungen für die CH-Ernte vorhanden. Sicher ist, dass sie erneut schlecht ausfallen wird. Der CH-Raps ist nun mehrheitlich gehandelt worden, doch aufgrund der Unsicherheiten über die effektive Menge konnten keine längeren Abschlüsse als bis Dezember 2020 angeboten werden. Die Aussichten für die EU-Ernte werden pessimistischer beurteilt. Probleme werden aus Grossbritannien erwartet, das einen grossen Verlust erleiden wird. Dies bedeutet, dass die EU nun eine noch grössere Menge importieren müsste, was angesichts der global angespannten Lage schwierig wird. Es ist damit zu rechnen, dass in der EU weniger Rapsöl zur Verfügung stehen wird. Einzig die Aussichten aus Kanada sind gut, doch aufgrund der GVO-Problematik ist der Bezug von kanadischem Raps für die EU nur eingeschränkt möglich. Tendenz Preise steigen.

Preistendenzen 07/20