23. Februar 2024

Pistor ist am Markt dabei und setzt sich für Sie ein.

Während Mandeln und Zucker preislich stabil sind, werden Haselnüsse und Sultaninen teurer – bei den Schweizer Eiern herrscht bis Ostern Anspannung.

Mandeln

Auch im Januar halten die guten Verschiffungszahlen aus Kalifornien weiter an und die Verladungen konnten gegenüber dem Vorjahresmonat erneut gesteigert werden. Aktuell sind die Wasserreservoire gut gefüllt und bereit für die diesjährige Blütezeit. Die ökonomischen Bedingungen sind aber für Mandelanbau nicht optimal und durch die tiefen Preise haben sich viele Erzeuger:innen nicht oder nur wenig um den Unterhalt der Anbauflächen gekümmert. Was das für die Ernte 2024/2025 bedeuten wird, bleibt abzuwarten.

Haselnusskerne

Nachdem die Preise seit September gestiegen waren, ging man davon aus, dass die Preise nun langsam wieder sinken würden. Die Anbietenden hatten das Gefühl, dass die Deckungslücken von Ferrero nur ein Gerücht waren und dass der Riese nun doch weitestgehend eingedeckt sei. Am 12.02.24 wurde der Markt mit der Anfrage von Ferrero überrascht, die nun aktiv Mengen angefragt haben. Es besteht nun eine Chance für die Anbietenden, die Preise auf hohem Niveau zu halten oder sogar noch einen höheren Preis zu erzielen. Weiter geht man davon aus, dass die TMO über ca. 120’000 Tonnen Reserven verfügt, die für die Kommunalwahlen im März noch wichtig werden könnten. Seit September 2023 hat die Türkei gesamthaft 142’173 Tonnen ausgeführt. Diese Zahl liegt mengenmässig 7 % unter der des Vorjahres, wertmässig ist sie aber 15 % höher als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Das zeigt deutlich den vorhandenen Aufwärtstrend der Preise. 

Zucker

Anfangs Januar 2024 wurden letzte Rüben im Umfang von insgesamt 1.48 Mio. Tonnen der Saison 2023/2024 in der Schweiz verarbeitet. Daraus ergaben sich ca. 205'000 Tonnen Zucker, was etwa 20'000 Tonnen weniger sind als bei der letzten Kampagne. 

Sultaninen

Die Preise für Sultaninen steigen seit der letzten Ernteschätzung stark. Man geht davon aus, dass die Lagerbestände bis zum Ende der Saison ausverkauft sein werden. Die starken Regenfälle in den Sommermonaten haben die Ernte stark in Mitleidenschaft gezogen. Das feuchte Wetter war ein guter Nährboden für Pilzkrankheiten, die die Ernte schrumpfen liessen. Nebst den schlechten Ernteaussichten liessen höhere Lohnkosten und teurere Verpackungsmaterialien das Preisniveau weiter ansteigen. Zudem herrschen in der Türkei aktuell zu milde Temperaturen und es werden Befürchtungen laut, dass die Rebstöcke zu früh aus der Winterruhe gerissen werden. Falls die Temperaturen in den Frühlingsmonaten wieder fallen, könnte es zu Frostschäden kommen. Diese Ausgangslage trägt nicht zu einer Entspannung der Preise bei und lässt die Exportpreise weiter steigen. Die türkischen Rohwarenbörsen in der Ägäis-Region geben an, dass bis Mitte Februar etwa 140’000 Tonnen gehandelt wurden. Die Zahl war in der Vergangenheit deutlich höher; zu diesem Zeitpunkt und im letzten Jahr wurden 4000 Tonnen mehr exportiert. 

Schweizer Eier und Eiprodukte

Schweizer Eier sind aktuell sehr gefragt. Wie üblich steigt die Nachfrage vor Ostern an. In diesem Jahr vermag das Angebot jedoch weniger gut mithalten mitunter, weil Ostern dieses Jahr sehr früh kommt und keine grossen Lager angelegt werden konnten. Im Jahr 2022 herrschte ein Überangebot. Viele Schweizer Eier mussten zu tiefen Preisen als Industrie-Eier verwendet oder sogar mit Verlust exportiert werden. Daraufhin drosselte die Branche die Kapazitäten; sprich stallte weniger Legehennen ein. Seit 2023 hat die Nachfrage wieder stärker angezogen, wobei die Eierproduktion nicht im gleichen Tempo mithalten kann. Dies führt aktuell dazu, dass das Angebot eher knapp ist. Bis Ostern bleibt die Situation also angespannt. Sollte es trotz aller Bemühungen zu kurzfristigen Engpässen kommen, werden diese mit anderen Eier- oder Verpackungsgrössen, oder mit Eiern aus Europa überbrückt.

Preistendenzen 03/24

     

Info

Neue Deklarationsvorschriften

Aufgrund der kommenden Knappheit von Sonnenblumenöl hat der Bundesrat entschieden, bis Ende 2023 die Deklarationsvorschriften von Zutaten zu lockern, damit Öl-Alternativen flexibel deklariert werden können.

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