Verschiedene Gründe sorgen dafür, dass Menschen im Alter zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Drei davon nehmen wir unter die Lupe. Mit geeigneten Massnahmen können Sie im Alters- und Pflegeheim Ihre Bewohnerinnen und Bewohner zum Trinken motivieren.

Grund 1: Nachlassendes Durstgefühl

Bei betagten Menschen ist das Durstgefühl weniger ausgeprägt. Nach dem Trinken verspüren sie schneller ein Sättigungsgefühl und nehmen weniger Wasser zu sich. WissenschaftlerInnen sehen dafür folgende Hintergründe: Die alternden Nerven in Mund, Rachen und Magen übermitteln ungenaue Daten ans Gehirn, das dann die Flüssigkeitsmenge überschätzt

Grund 2: Trinkhemmer Blasenschwäche

Wer aus Angst vor Inkontinenz zu wenig trinkt, wählt den falschen Weg. Da die Nieren nicht mehr mit genügend Flüssigkeit versorgt werden, produzieren sie hoch konzentrierten Urin. Ergebnis: die Blase wird gereizt und der Harndrang verstärkt.

Grund 3: Körperliche Einschränkung

Schluckbeschwerden können genauso wie fehlende körperliche Mobilität Gründe dafür sein, wieso Heimbewohner zu wenig trinken.

Empfohlene Menge

Je nach Gesundheitszustand fällt die empfohlene tägliche Trinkmenge unterschiedlich hoch aus. Die Mindestmenge liegt bei 1,3 besser 1,5 Litern pro Tag, die über Getränke sowie verdünnte Gemüse- und Fruchtsäfte eingenommen werden. Speisen mit einem hohen Wasseranteil ergänzen den Bedarf. Gerade während warmen Jahreszeiten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig.

8 Tipps: So bringen Sie betagte Menschen zum Trinken

Mit einfachen Mitteln und einem vielfältigen Getränkeangebot können Sie unterstützen.

1. Getränke überall präsent

Bieten Sie überall im Heim Wasser an. Insbesondere an häufig frequentierten Orten kommen Senioren leichter dazu und werden ans Trinken erinnert.

2. Nachfüllen

Ausgetrunkene Gläser, Becher und Flaschen gleich wieder auffüllen.

3. Besondere Getränke anbieten

Fruchtige Mocktails, ungesüsster Eistee, Säfte oder Suppen – die Liste mit Alternativen zu Wasser und Tee ist lang. Dank Abwechslung lässt es sich leichter trinken. Tee gibt es in vielen verschiedenen Sorten mit gesundheitsfördernder Wirkung. Eine kurze Liste finden Sie am Schluss dieses Beitrags.

4. Trinkhilfen

Bei motorischen Beeinträchtigungen unterstützen Trinkhilfen wie Strohhalme, Trinkbecher oder spezielle Trinkbehältnisse.

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5. Trinken soll Freude machen

Auch Trinkspiele, Degustationen, gemeinsames Kochen oder selbst Saftpressen verbinden Spass und soziales Beisammensein mit dem Thema. Und warum nicht mal farbige Trinkbecher anbieten?

6. Unterstützung durch Trinkpaten

Dem Pflegepersonal fehlt die Zeit, individuell alle Bewohner zum Trinken zu animieren und oftmals braucht jeder Schluck viel Zeit. Auch können Menschen manchmal aus gesundheitlichen Gründen trotz aller Unterstützung nicht mehr allein trinken. In solchen Fällen helfen Trinkpaten, die die Betroffenen regelmässig besuchen. Sie unterstützen das Pflegepersonal und entlasten die Angehörigen und amten gleichzeitig als Bezugsperson für Bewohnerinnen und Bewohner. Vielleicht übernehmen die freiwilligen Helfer, die bereits heute mit den Bewohnern spazieren gehen, diese Zusatzaufgabe gerne.

7. Trinkpläne

Ein Trinkplan, der für alle Heimbewohnerinnen und Heimbewohner zugänglich ist, erinnert an das regelmässige Trinken. Ergänzend können Trinkprotokolle geführt werden, wenn die Flüssigkeitszufuhr zu niedrig ist. Für grösstmögliche Akzeptanz ist eine Mitarbeiterschulung sowie offene Kommunikation gegenüber den Senioren wichtig. Beispiel eines Tages-Trinkplans

8. Pürierte Kost und Eindickungsmittel

Bei Schluckbeschwerden fällt die ergänzende Aufnahme von Flüssigkeit über die Nahrung zusätzlich schwer. Pürierte Kost kann, wenn gut zubereitet, geschmacklich und optisch ansprechend sein. Auch Eindickungsmittel unterstützen bei der Zubereitung.

Passende Produkte

Im Sortiment von Pistor sowie unserem Kooperationspartner Cosanum finden Sie passende Artikel zum Thema. 

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Trinkhilfen

Passende Produkte zur Unterstützung bei eingeschränkter Mobilität.

Trinkhilfen bei Pistor

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Tee

Tees mit heilender Wirkung in unserem Online-Shop. In der untenstehenden Tabelle erhalten Sie ausserdem einen Überblick über die Wirkungsweise der Teesorten.

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Bei Schluckbeschwerden

Eine Auswahl für optisch ansprechende pürierte Kost sowie Eindickungsmittel.

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Wirkung der Teesorten

Sorte Wirkung
Eisenkraut Entzündungshemmend, fördert Wundheilung, fiebersenkend
Fenchel Gegen Bauchkrämpfe und Blähungen, verdauungsanregend
Grüntee Verbessert Immunsystem und Abwehrfähigkeit gegen Infektionen
Hagenbutten Abwehr von Viren, hoher Vitamin C-Anteil
Hibiskus & Passionsfrucht Unterstützt den Körper beim Entgiften, cholesterinsenkend
Kamille Entzündungshemmend, wirkt antibakteriell (Magen-Darm) und krampflösend
Lindenblüten Gegen Erkältungen, Halsschmerzen
Orange-Zimt Fördert Appetit und regt Darmtätigkeit an, beugt Völlegefühl und Blähungen vor
Pfefferminze Hilft bei Magenbeschwerden, Magenverstimmung, unterstützt Magennerven
Zitronen-Ingwer  Unterstützt Verdauung und Stoffwechsel

 

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