Lebendig, offen, herzlich, trendig, grün – das ist Kopenhagen. Seine Einwohner gehören gemäss dem «Happiness Report 2018» zur Top 3 der glücklichsten der Welt. Ihr Glücksrezept heisst «hygge», was so viel bedeutet wie «das Leben geniessen».

Seit ich Kopenhagen und die ruhigen ländlichen Regionen und Inseln vor Jahren kennengelernt habe, bin ich vom «Hygge- Virus» infiziert. Mindestens zwei bis drei Mal pro Jahr zieht es mich nach Dänemark. Mit den Dänen kommt man sehr schnell ins Gespräch. Sie nehmen alles ein wenig gemächlicher, lieben das Zusammensein. Besonders wenn die Sonne scheint, spielt sich das Leben draussen ab. Egal, wo die Leute hingehen, sei es zur Arbeit, zur Party oder zu einem der unzähligen Streetfood-Events – das heissgeliebte Fahrrad ist immer dabei. Auf fast 400 Kilometern Velowegen laden die Trendquartiere rund um den Kanal von Christianshaven, Nørrebro, Sydhavnen oder Vesterbro sowie die neu gestaltete Jaegersborggade zum Entdecktwerden ein. In diesen Quartieren finden sich unzählige neue Take-away- Konzepte, kleine Designshops und innovative Restaurants. Am besten nimmt man es gemächlich und hetzt nicht von einem Ort zum anderen. Gemütlich durch die Strassen zu schlendern und zu plaudern, das gilt hier als echte Lebensqualität.

Die Trendstadt

Kopenhagen hat sich in den letzten zehn Jahren zu einer absoluten Trendstadt in Sachen Lebensmittel, Gastronomie und Ernährung entwickelt. Die Dänen sind sehr ambitioniert und der nächste Superlativ wird mit Hochdruck angepeilt: Bis 2025 will man die erste CO2-freie Stadt der Welt werden – überall wird dafür geplant und umgebaut.

Neue nordische Küche

In Sachen Essen besitzt kaum eine Stadt auf der Welt ein so scharfes Profil wie Kopenhagen. Die treibende Kraft der letzten zehn Jahre ist die visionäre Persönlichkeit Claus Meyer. Das «New Nordic Cuisine Movement » war der Start für eine beispielhafte Entwicklung. Sein Ansatz: Regionen und ihre Erzeugnisse stärken, Qualität und Saisonalität fördern sowie Ressourcen schonen, dies sind die langfristigen Ziele. Das mit vielen Sternen ausgezeichnete Restaurant «Noma» hat Claus Meyer gemeinsam mit Chefkoch und Co-Besitzer René Redzepi aufgebaut. Es ist das Vorzeigeobjekt der neuen Küche. Das Konzept legt den Fokus voll auf einheimische Produkte und hebt sich mit seinem radikalen Stil von der zuvor stilbildenden Molekularküche aus Spanien und der französischen Haute Cuisine ab. Heute sind seine Prinzipien die Philosophie einer ganzen Generation von jungen Köchen, nicht nur im skandinavischen Norden Europas.

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Neue Konzepte

Die Entwicklung in der Gastronomie, im Take Away und Convenience Food findet im Schnellzugstempo statt: Immer mehr Menschen werden zu «Foodies». Entsprechend eröffnen jeden Monat neue Restaurants oder Take aways. Nicht alle werden überleben, jedoch sind der Innovation offenbar keine Grenzen gesetzt. Convenience bedeutet, einfacher gesund zu sein, und entsprechend steigt die Nachfrage nach reinem und natürlichem Essen. Die Konsumenten sind die Antreiber, und verantwortungsvoller Konsum ist die Devise.

Auf Entdeckungstour

Die aktuellen Foodtrends sind auf einer Entdeckungstour durch Kopenhagen überall anzutreffen. Immer mehr Menschen werden auch hier zu «Foodies». Der Wunsch nach sauberem, «echtem», organischem Essen und das Bewusstsein und die Achtung für Menschen, Tiere und Natur sind die Treiber der Innovationen. Essen muss einfach, frisch, saisonal und gesund sein. Dabei spielen Herkunft, Produktionsart und Transportzeit eine wichtige Rolle. Die Konsumenten übernehmen Verantwortung und manifestieren damit, wer sie sind. Die Identität, das Ambiente und die Geschichte der Anbieter sind genauso wichtig wie das Produkt. Viele Konzepte bieten eine schmalere Auswahl, was glaubwürdiger wirkt, als alles zu verkaufen. Viele tun nur das, was sie am besten können. Viele sind gleichzeitig Teil einer grös-seren Auswahl am Ort und vermeiden damit den Wettbewerb. Sie ergänzen sich und behaupten sich erfolgreich im Wettbewerb.

Fotos: Heinz Nussbaumer

Tipp

Brunch bei Wulff & Konstali

Etwas abseits der Touristenpfade erwartet die Gäste hier ein Brunch vom Feinsten. Zwanglose Atmosphäre. Ein Geheimtipp für Frühstücker!

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Lagkagehuset

Gemäss Trip-Advisor die Nr. 1 der Bäckereien in Kopenhagen. Die schicken Verlaufsläden bieten eine breite Auswahl an Backwaren jeglicher Art.

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Torvehallerne-Markthallen

Ein Erlebnis für Augen, Mund und Magen. Speisen aus aller Welt und zu jedem Preis. Unbedingt mit Hunger hingehen.

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