Die sogenannte Butterbirne ist – gemeinsam mit der Olive – die fettreichste Frucht. Sie gilt als exzellente Quelle für gute Fette. Daneben liefert sie Vitamine, Ballaststoffe und essenzielle Aminosäuren.

Bekannt als Kalorienbombe, schlägt die Avocado mit einem Fettgehalt von bis zu 25 Prozent zu Buche. Allerdings sind dies gesunde ungesättigte Fettsäuren. Im Vergleich zu anderen Früchten stecken in der Avocado kaum Zucker oder Fruchtsäuren. Neben Kohlenhydraten liefert sie dem Körper lebenswichtige Vitamine. Kalium, Magnesium, Phosphor, Kalzium und Eisen runden das Paket ab. Vor über 10’000 Jahren begann die Kultivierung der dickhäutigen Exotin. Ursprünglich stammt sie aus Südmexiko und wird heute in nahezu allen tropischen und subtropischen Gebieten angebaut. Der strauchige Avocadobaum, der zur Familie der Lorbeergewächse gehört, kann bis zu 20 Meter hoch werden. In der Natur fallen die Früchte unreif vom Baum und reifen am Boden nach. Durch den Aufprall sind sie meist beschädigt, werden von Insekten befallen und verderben schnell. Deshalb werden die für den Verzehr bestimmten Avocados direkt vom Baum gepflückt und unreif in die ganze Welt verschickt.

Pistor Inspiration Avocado AVOCADOO fix
Illustration: Konrad Beck

Reife Avocados erkennt man, wenn die Schale auf Fingerdruck leicht nachgibt. Der Reifeprozess wird beschleunigt, indem man die Frucht zusammen mit einem Apfel in Zeitungspapier einwickelt und bei Raumtemperatur lagert. Das «Reifegas» des Apfels namens Ethylen fördert übrigens die Reifung vieler Früchte. Bevor die Avocado aufgeschnitten wird, sollte man sichergehen, dass sie reif ist. Einmal aufgeschnitten, reift sie nicht mehr nach. Durch einen Spritzer Zitronensaft oder Essig lässt sich die schnelle Braunfärbung des Fruchtfleisches verhindern. Ebenfalls sollte man die Butterbirne nur roh verzehren, da sich beim Erwärmen ein bitterer Geschmack entwickelt.