Dienstag, 27. März 2018

Marktbericht 04/18 und Preistendenzen

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Mandeln 

Die Februar-Verschiffungen zeigen erneut einen Rekord (+ 24.9% gegenüber Vorjahr). Total liegen die Verschiffungszahlen damit 12.1% über Vorjahr. Nach ansprechenden Witterungsbedingungen brachte eine Kältewelle Frost. Die Auswirkungen auf die Preise nach dem Frost sind enorm. Bis zur subjektiven Schätzung anfangs Mai 18 wird allgemein keine Beruhigung der Situation erwartet. Die Preisfindung wird mittelfristig von den Neuigkeiten aus dem Ursprung, vor allem aber von den genaueren Zahlen betreffend Ernteausfall abhängig sein. In Spanien zeigen die Preise erstmals seit längerem wieder eine schwächere Tendenz. Es bleibt abzuwarten, ob diese hält.

 

Haselnusskerne

Aus dem Ursprung, sowohl aus der Türkei als auch aus Italien, sind momentan keine nennenswerten Änderungen zu berichten. Die Preise haben sich ab Ursprung kaum bewegt. Differenzen entstehen nur aufgrund von Währungsschwankungen. Die Ernten verlaufen gut, das Frostrisiko in der Türkei bleibt aber. Die Temperaturen im Schwarzmeergebiet sind über dem Durchschnitt, was die Blüten vorantreibt. Ein Frostschaden in diesem Stadium wäre fatal.

 

Zucker 
Die EU hat auf den 30. September 2017 die Zuckermarktordnung geändert und Zuckerquote, Exportbeschränkungen und Mindestpreis für Zuckerrüben aufgehoben. Sie baut die Zuckerproduktion und den Export stark aus. Durch die bilateralen Abkommen ist der Schweizer Zuckerpreis eng mit dem EU-Preis verbunden. Die parlamentarische Initiative Bourgeois will verhindern, dass aufgrund der Aufhebung der Zuckerquote Zucker zu sehr tiefen Preisen auf den Schweizer Markt kommt und die Schweizer Zuckerrüben- und Zuckerproduzenten dadurch in Bedrängnis geraten. Dazu will die Initiative den Grenzschutz für Zucker erhöhen und die Zollansätze für importierten Zucker so anpassen, dass für Zucker ein Mindestpreis sichergestellt ist. Das Preisniveau für Schweizer Zucker würde unweigerlich steigen.

 

Speiseöle 

Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl 

Die globale Versorgungslage für Sonnenblumenöl ist generell sehr gut. Die Lager in Europa sind voll. Deshalb sind die Preise in den letzten Wochen auf tiefem Niveau stabil geblieben. Inzwischen ist die Preisdifferenz zu Sojaöl aber so gross, dass das Risiko einer vermehrten Nachfrage nach Sonnenblumenöl besteht. 

Die Angebote für High Oleic Sonnenblumenöl sind nach wie vor relativ knapp. Ausserdem gibt es erste Informationen, dass die Anbaufläche nicht vergrössert werden soll. Allerdings sind diese noch unbestätigt. Grundsätzlich dürfte sich der Preis des High Oleic nach dem konventionellen Sonnenblumenöl ausrichten.

 

Erdnussöl 

Die Ernteerwartung der USA wurde zwar etwas nach unten korrigiert, doch trotzdem sind die Erntemengen überdurchschnittlich gut. Die Schätzungen gehen von einem Zuwachs von ca. 30% aus.

Anders präsentiert sich die Lage in Argentinien. In vielen Gebieten hat sich die Trockenheit verstärkt und nun auch die Erdnuss-Felder erreicht. Somit steigt das Risiko, dass die Felderträge sinken und unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen werden. Allerdings gilt es zu erwähnen, dass die Erträge im letzten Jahr hoch ausgefallen sind. Für die Schweiz ist der Kurs zum USD weiterhin ein wichtiger Faktor. Dieser hat ebenfalls einen direkten Einfluss auf den Erdnussölpreis.

 

Rapsöl/HOLL Rapsöl  

Die aktuelle Situation hat sich in den letzten Wochen nicht gross verändert. Mit diesem tiefen Preisniveau sind die EU-Bauern weiterhin nicht gewillt zu verkaufen und bieten ihre Saaten nur sehr zurückhaltend an. Sie hoffen auf höhere Preise, was in der aktuellen Situation jedoch fraglich ist.

Die neue Ernte kann noch nicht zuverlässig beurteilt werden. Die Felder scheinen generell in einem guten Zustand zu sein, aber erste konkrete Einschätzungen werden erst ca. im April erwartet. Bis dahin gibt es eigentlich keine Gründe, welche für steigende Preise sprechen würden.


AVB