Mittwoch, 03. Januar 2018

Marktbericht 01/18 und Preistendenzen

Pistor - am Weltmarkt zu Ihrem Einkaufsvorteil dabei!


 

 
Mandeln 

In Kalifornien wurden auf die Hauptsaison hin die Preise bei einzelnen Varietäten etwas fester. Langfristig, auch mit Ausblick auf Ernte 18, dürften aber tiefere Preise erwartet werden, denn die Anbauflächen wurden in Kalifornien stark ausgebaut. Man spricht schon jetzt von einer absoluten Rekordernte 2018. Voraussetzung dafür ist, dass die klimatischen Bedingungen diesen Winter nur annähernd so ideal bleiben wie im letzten Jahr. Die Bedenken andererseits sind folgende: Qualitativ ist die Ernte 2017 nicht wie erwartet. Der Aufwand wird grösser, um die USDA-Standards zu erreichen. Weiter haben viele Packer die nötigen Reserven, um sich auch mal vom Markt zurück zu ziehen, (mit der Hoffnung auf bessere Notierungen).
Spanien meldet eine unverändert stabile Situation. Die Bauern versuchen, die Preise zu verteidigen. Im Moment erhalten sie vor allem durch die unüblich tiefe Niederschlagsmenge Support.

 

Haselnusskerne 

In der Türkei ist es weiterhin ruhig und die Preise verharren auf tiefem Niveau. Die TMO hat aus der Ernte 17 je nach Angaben zwischen 150'000 und 170'000 Tonnen Haselnüsse aufgekauft. Dies hatte jedoch nicht den gewünschten Effekt. Die klimatischen Bedingungen in den nächsten Monaten werden wegweisend sein. Wenn alles "normal" läuft, dürften die Preise weiter auf tiefem Niveau verharren. Sollte der Winter jedoch negativen Einfluss auf die neue Ernte haben, werden die Preise schnell fester. In Italien sind die Preise stabil, die Verfügbarkeit der Piemonteser ist gering.

 

Zucker
Der Zuckerkonsum nimmt weltweit weiterhin zu. Der Mehrverbrauch kommt vor allem aus den Schwellenländern. In der Schweiz war die Kampagne durch trockene Erntebedingungen geprägt, die Rüben lassen sich aber gut verarbeiten und der Zuckergehalt ist sehr hoch. Die Nachfrage nach Schweizer Zucker ist gross und die Zuckerfabrik ist zuversichtlich, den Bedarf decken zu können.

 

Speiseöle 
Sonnenblumenöl/High Oleic Sonnenblumenöl 
Die Verfügbarkeit in der EU ist nach wie vor sehr hoch geblieben. In Russland konnten durch das anhaltend schlechte Wetter einige Felder nicht geerntet werden, so dass die Erntemenge tiefer ausfallen wird als bisher angenommen. Auch in Argentinien gibt es einige Unsicherheiten. Nach der langen Regenphase war es im Oktober trocken und es wurden gute Anbaubedingungen geschaffen. Nun fehlt aber wieder der Regen, um die Entwicklung der Saaten positiv zu beeinflussen. Insgesamt sind die globalen Ernteprognosen für die Saison 2017/2018 stabil geblieben. Beim High Oleic Sonnenblumenöl ist die Einschätzung der neuen Ernte noch unklar, was die Preise etwas steigen liess. Grundsätzlich weist es jedoch die gleichen Bewegungen auf wie das konventionelle Sonnenblumenöl. Tendenz stabil.

 

Erdnussöl 

Die Aussaat in Argentinien konnte wie geplant vorgenommen werden. Die Fläche wird voraussichtlich etwa gleich gross sein wie im letzten Jahr. Somit dürfte die Ernte ebenfalls das Vorjahresniveau erreichen. In Senegal ist noch nicht entschieden, wie hoch die Unterstützung des Staates ausfallen wird. Deshalb fehlen momentan noch die Angebote. China ist bisher noch immer nicht auf dem Markt aufgetreten. Möglicherweise ist der Importbedarf in dieser Saison kleiner, denn ihre eigene Ernte dürfte höher ausfallen. Trotzdem besteht eine grosse Unsicherheit, wann und wie stark deren Nachfrage für ganze Erdnüsse ausfallen wird. Das Verhalten von China wird wie immer die Preistendenz des gesamten Marktes beeinflussen. Der andere wichtige Preisbeeinflusser für die Schweiz ist der Wechselkurs USD/CHF. Tendenz stabil.

 
Rapsöl/HOLL Rapsöl    

Die Ernte in Kanada wurde deutlich nach oben korrigiert. Ein Hauptgrund dafür ist, dass viel mehr Flächen angebaut worden sind als ursprünglich angenommen. Auch in Australien hat sich die Situation etwas gebessert, denn es werden höhere Felderträge erwartet. Die Ernte wird zwar noch immer kleiner ausfallen als im letzten Jahr. Nach wie vor sind einige Bauern in der EU zurückhaltend mit dem Verkauf ihrer Saaten. Sie hoffen auf höhere Preise, was kurzfristig eher nicht zu erreichen ist. Tendenz stabil.

 

 


AVB